Nichts erdet mich so sehr,

nichts fasziniert mich so sehr,

nichts treibt mich so sehr

wie der Ruf der Bachbetten,

durch die ich wandere:  

Wenn Ammoniten

und versteinerte Schnecken,

Korallen und andere Fossilien

nach mir rufen,

nach Millionen Jahren

im Geröll, am Berg,

bei Unwetter herunter kollernd,

im Wasser dahin gespült und

ausgeschwemmt.

Sie rufen mich

und möchten

ihre Schönheit zeigen.

Ich schleife die graue Schicht weg,

sodass sie wie eine Eidechse, die ihr altes Kleid ablegt

nun ihre schillernden Farben zeigen können.

Der Gedanke, dass ein Stein

250 Millionen Jahre im Bachbett lag,

ungesehen,unbemerkt,

bis er sich mir zeigte

und ich ihn heraus hob

und heim trug

und ihn bearbeitete,

bringt meine Seele zum lächeln.

 

Ein Wimpernschlag seines Lebens nur.

Und irgendwann

geht er wieder zurück in die Natur.

Ein Wimpernschlag selbst dann,

wenn ich ihn mein Leben lang

behalten würde.